Speichermedien
Als der Computer in den 70er Jahren auch für Heimanwender interessant zu werden begann, war die Floppy Disk als Nachfolger der Lochkarten das Medium zur Datenspeicherung. Seitdem wurden besonders mit der Entwicklung von Digitalkamera, MP3-Playern und Handy eine Vielzahl verschiedener Speichermedien entwickelt. Neben der Datenspeicherung über CD Brenner, DVD Brenner oder Blu-Ray auf ein- oder mehrmalig beschreibbare Disks mittels optischer Aufzeichnung spielen heute insbesondere elektrische und magnetische Speichermedien ein zentrale Rolle.
Im privaten Bereich werden häufig mit Flashspeichern arbeitende Cards unterschiedlicher Formate, die in Digitalkameras, PDA's oder verschiedenen Mediaplayern zur Datenaufzeichnung bzw. Wiedergabe eingesetzt werden, zum Datenaustausch genutzt. Mit einem über USB angeschlossenen Karten Adapter oder einem integrierten Chipkartenleser werden die Daten zischen Karte und PC transferiert. Im privaten Bereich werden USB Sticks als mobile Datenspeicher eingesetzt. Professionelle Anwender nutzen für die Sicherung ihrer Firmendaten vorwiegend Bandlaufwerke oder MO Laufwerke, deren Medien sich durch hohe Speicherkapazitäten und eine lange Lebensdauer auszeichnen.
Bedingt durch die immer weiter steigende Leistungsfähigkeit der elektronischen Datenverarbeitung nimmt auch bei den Speichermedien die Kapazität ständig zu. Speicherten die ersten Floppy Disks gerade einmal 128 KB, nehmen Flashspeichermedien heute bis zu 32 GB auf und Magnetbänder fassen komprimiert bis zu 1,6 TB. Je nach Verwendungszweck sind die Anforderungen an Speichermedien sehr verschieden. Hier ein Überblick über die verschiedenen Speichermedien:
Compact Flash (CF)
Speicherkarten nach dem Standard Compact Flash (CF) sind heute zur Nutzung in Digitalkameras weit verbreitet und können gegenwärtig bis zu 32 GB aufnehmen. CF-Karten des Typs CF-I verfügen über keine bewegten Bauteile und speichern die Daten in wiederbeschreibbaren Flash-Speichern. Daneben gibt es im Standard CF-II Karten mit kleinen Festplatten. Wegen ihrer relativ großen Abmessung wird die CF-Karte in kompakten Geräten zunehmend von der kleineren SD-Karte verdrängt. In hochwertigen Spiegelreflexkameras kommt sie aber nach wie vor zum Einsatz.
Karten Adapter
Für Notebooks oder Computer ohne integrierten Chipkartenleser gibt es als Zubehör Kartenadapter, die über die USB-Schnittstelle oder einen PCMCIA-/ExpressCard-Slot mit dem Rechner verbunden werden, um Daten zwischen Speichermedium und Computer auszutauschen. Es gibt Kartenadapter für einen Speicherkartentyp und als Multireader, der mehrere Arten von Speicherkarten auslesen kann.
Magnetische Medien
In Bandlaufwerken werden Bänder mit einer Speicherkapazität bis zu 1,6 GB als Magnetische Medien zur Datensicherung genutzt. Es gibt verscheiden Technologien, am Markt. Weite Verbreitung gefunden haben DAT Laufwerke, LTO Laufwerke, DLT Laufwerke und die AIT-Technologie.
Memory Stick (MS)
Mit dem Memory Stick (MS) hat Sony als Anbieter von MP3-Playern, Digitalkameras und Handys einen eigenen Standard für Flash-Speicher entwickelt. Den Memorystick gibt es mit verschiedenen Kapazitäten und als platzsparende Variante Memory Stick Micro.
MO Disks
Nach dem Prinzip der magnetooptischen Speicherung arbeiten MO Laufwerke, die Daten auf MO Disks speichern. Ebenso wie Bandlaufwerke werden sie vorrangig in der Datensicherung eingesetzt, verfügen aber mit bis zu 16,7 GB über eine geringere Speicherkapazität.
MultiMedia Card (MMC)
Die 1997 auf den Markt gebrachte MultiMedia Card (MMC) ist eine Flashspeicherkarte und kann bis zu 8 GB an Daten aufnehmen. Sie wird in Handys, Digitalkameras, MP3playern oder PDA´s eingesetzt.
Secure Digital (SD)
Karten des Standards Secure Digital (SD) werden als Flashspeicher mit bis zu 32 GB vorwiegend von Privatanwendern genutzt. Die Secure Digital Memory Card wurde 2001 auf Basis der MMC-Card als Nachfolgestandard entwickelt.
Solid State Disk (SSD)
Eine Alternative zur herkömmlichen Festplatte ist die Solid State Disk (SSD). Dank Flashspeichertechnik hat sie keine bewegten Teile und daher wesentlich kürzere Zugriffszeiten als normale Festplatten, die aber in der Speicherkapazität und im Preis den noch teuren und mit höchsten 100 GB Speicherplatz ausgestatteten SSD-Drives überlegen sind.
USB Sticks
Dank sinkender Preise sind USB Sticks zum beliebten Mittel für den Datentransport geworden.. Mit Kapazitäten bis zu 16 GB lassen sich so z. B. auch Präsentationen auf einen USB-Stick speichern.
xD-Picture Card
Die Kamerahersteller Olympus und Fuji entwickelten die xD-Picture Card als kompakte Flashspeicherkarte für Digitalkameras. Nur diese Hersteller nutzen diesen Standard, der derzeit maximal 2 GB Speicherplatz bietet.