Etikettendrucker
1. Allgemeines und technische Beschreibung
Etikettendrucker haben ihren Platz dort, wo es um eine größere Menge an gedruckten Beschriftungen geht: Im heimischen Haushalt und im Büro, in der Produktion und Lagerräumen, bei der handwerklichen Arbeit unterwegs, wenn zum Beispiel Leitungen oder andere Teile einer Installation schnell und sicher beschriftet werden sollen.
Entsprechend ihrer vielseitigen Einsetzbarkeit sind die Geräteformen unterschiedlich: Handgeräte in Hand-Scannerform, Mobile Geräte (mit Koffer), Tischgeräte, Standgeräte, mit und ohne Eingabetastatur, vernetzbar mit und ansteuerbar durch einen PC und/oder nur solo bedienbar, mit seriellen, parallelen und/oder USB-Verbindungen, schwarzweiß-Geräte, Thermodrucker ohne Patrone/Toner/Farbband, Tintenstrahldrucker, Doppeltgeräte (die gleichzeitig zwei verschiedene Etiketten – Thermopapier/selbstklebende Beschriftungen - ausdrucken können) usw.
Allerdings ist der Etikettendrucker – auch wenn es durchaus große Standgeräte gibt – typischerweise eher am anderen Ende der Printer-Skala anzutreffen als Großformatdrucker bzw. Plotter. Im weitesten Sinne könnte man Plottern eine ähnliche plakative Aufgabe unterstellen. In der Werbebranche und der Produktion dienen auch sie oft der Beschriftung von Gegenständen (vgl. auch Zubehör Plotter) Bei den Ausstattungsfeatures locken die Hersteller noch mit einigen, oftmals nur ein bis zwei Modellen vorbehaltenen Details, etwa dem Ship, der die Druckbilder wiederkehrender Etiketten abspeichern kann, oder dem Umlaufdruck, der den eingegebenen Text drehen kann.
2. Trends und Entwicklungen
Etikettendrucker erleben eine Renaissance. Zu Zeiten, als die Hauptgeräte eines Büros neben dem Telefon noch die Schreibmaschine und der Kopierer waren, dienten oftmals simple Etikettendrucker der Beschriftung von Gegenständen, Ordnern und Lagerbehältern. Mit Nadeldrucker, Tintenstrahler und Laserdrucker konnten per PC auch bei Etiketten ganz neue Schriftbilder entworfen und realisiert werden. Doch diese Arbeit ist umständlicher und belegt den Computer. Moderne Etikettendrucker sind flexible Hochleistungsgeräte mit einem guten Druckbild.
Der Trend geht eindeutig zu immer vielseitigeren Angeboten, die auch für den privaten Anwender – vor allem der niedrigen Einstiegspreise wegen – interessant sind. Sicher eines der wichtigsten Neuerungen der letzten Jahre ist der Anschluss per USB Kabel. Dadurch lassen sich die kleinen Drucker per PC ansteuern. Dies ermöglicht die Gestaltung der gewünschten Beschriftungen einschließlich eines Firmenlogos am Bildschirm und die anschließende unkomplizierte Ausgabe am Etikettendrucker.
3. Kaufberatung
Der Markt hält über 40 Geräte von sieben Herstellern bereit und deckt eine Preisspanne von 23 bis 5800 Euro ab. Dabei sind Etikettendrucker nicht gleich Etikettendrucker. Die große Spreizung des Marktes beruht auf den sehr unterschiedlich Einsatzmöglichkeiten, die jeweils ein entsprechend ausgestattetes und gestaltetes Gerät benötigen.
Eine herausragende Marktstellung übernehmen zweifelsohne die Brother Etikettendrucker. Der Hersteller zählt über die Hälfte aller angebotenen Etikettendrucker zu seinem Programm. Dabei dehnt sich das Angebot von Brother vom kleinen Handetikettierer für rund 25 Euro bis zum Multifunktionsbeschriftungsgerät für knapp über 400 Euro. Das feingegliederte Programm bietet für jeden Einsatz den passenden Partner: Ob für den heimischen Haushalt, die eigene kleine Werkstatt oder das häusliche Büro, ob für den Laboreinsatz oder für Lagerhallen im großen Stil. Die P-touch-Editier-Software des Herstellers ermöglicht die unkomplizierte Vorbereitung und Gestaltung der gewünschten Beschriftungen am Computer und die anschließende Ausgabe an einem entsprechenden Etikettendrucker. Einige Modelle sind sowohl für die PC-Ansteuerung per USB als auch für die schnelle Direkteingabe per Tastatur am Gerät ausgerüstet. Ebenso gibt es auch Drucker, die sowohl für den mobilen als auch für den stationären Einsatz vorbereitet wurden. Die Geräte der höheren Preisklasse nehmen für sich in Anspruch, auch dem harten Alltag vieler Etikettierungen standhalten zu können.
Als weitere Hersteller wären noch DYMO (10 Geräte von 30 bis 200 Euro), Epson (zwei Angebote von 400 bis 430 Euro), Seiko (3 Modelle von 85 bis 130 Euro) und Wasp Bar sowie Zebra (je ein Drucker für 820 bzw. 460 Euro) zu nennen. Es bleibt noch Output Solutions anzuführen, die drei Geräte innerhalb der Preiskategorie von 400 bis 900 Euro anbieten, der teuerste dieser Etikettendrucker erreicht eine Druckauflösung von 48000dpi, und ein weiteres Gerät für Druckereien und die Industrie bereithält: C.itoh CP 1001 zum Preis von knapp 6000 Euro. Damit wird noch nicht ganz die Qualität realisiert, die Fotodrucker erreichen, doch unter Beachtung des Mediums ist das Druckbild zwischen Nadeldrucker und Kombigeräte Tinte anzusiedeln.
Bei einige DYMO Etikettendrucker taucht die Besonderheit auf, dass diese Geräte gleich zwei verschiedene Druckarten gleichzeitig ermöglichen. So können parallel und damit zeitsparend Selbstklebe-Etiketten und Beschriftungen auf Thermopapier gedruckt werden.
4. Aktuelle Situation
Das Preisniveau hat die Etikettendrucker vom rein professionellen Bereich der Warenetikettierung in die andere – vor allem private – Arbeitsbereiche transportiert. Ein breit gefächertes und variables, allen Eventualitäten entsprechendes Angebot lässt die Beschriftungsgeräte auch für die heimischen Einsatzfelder interessant werden. Die vielen verschiedenen Ausstattungsvarianten verlangen eine genaue Betrachtung des eigenen Bedarfs.
5. Tipps
Sowohl eine Bedarfs-, als auch eine gründliche Marktanalyse dienen dem sinnvollen Kauf eines Etikettendruckers. Das variantenreiche Angebot ermöglicht individuelle Lösungen. Für den privaten Anwender scheint die Bearbeitung am PC und der Ausdruck auf entsprechenden DIN A4 Bögen (die zum Teil sogar die entsprechende Software gleich mitliefern, vgl. etwa Zubehör Kombigeräte) eine sparsame Alternative. Hier kommen dann ggf. auch Laserdrucker s/w oder Laserdrucker Color (bzw. Kombigeräte Laser) zum Einsatz. Das Angebot für den Etikettendruck ist in den Kategorien Zubehör Kopierer, Zubehör Laserdrucker oder Zubehör Nadeldrucker eher gering.
Andererseits zeigen Etikettendrucker Vorteile in der Einsetzbarkeit (Erstellen und Drucken der Beschriftungen direkt an den zu etikettierenden Objekten) und der Unabhängigkeit vom Computer, der für die zum Teil zeitaufwändige Etikettierung nicht belegt ist.
Der Einsatz eines handlichen aber leistungsfähigen Etikettendruckers in Handwerk und Industrie ist sicher noch nicht erschöpfend beschrieben worden. Würde der Installateur anstatt auf untapezierten Wänden Schaltpläne zu gestalten vielleicht öfter eine gedruckte Etikettierung nutzen, stünde ihm ein entsprechendes leicht zu bedienendes Gerät zur Verfügung?
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