Audio & Sound
Lange Zeit war die Tonausgabe von Computern eher eine Nebensache. Viele Spiele erzeugten damit lediglich Trefferrückmeldungen und Feindkontakte einfachster Art, die wenigsten Softwareprogramme benötigten überhaupt einen Sound und auch das Internet war noch recht lautlos. Entsprechend konnte auf PC Komponenten für den Bereich Audio & Sound meist verzichtet werden. Doch mittlerweile hat die MP3-Technik (siehe MP3-Player) den PC zur Musikbox mutieren lassen. Viele Games präsentieren eine lautstarke Kulisse der Spielwelt, bei der die Gegner ihren Standort durch Geräusche verraten, lange bevor sie zu sehen sind. Ferner wird der Computer zusehends mehr für die Wiedergabe von Video und TV (siehe auch Monitore, Beamer und Digitalkamera / Camcorder) verwendet, wofür natürlich nicht nur guter Ton benötigt wird, sondern immer öfter auch Mehrkanal-Kinosound mit kräftigen Bässen.
Über diese Entwicklungen ließen sich auch zahlreiche Nischen im Bereich der Tonverarbeitung und -ausgabe besetzen. Die Produktpalette verspricht fast unbegrenzte Möglichkeiten. Da gibt es Diktiergeräte und Aufnahmegeräte für Ton (vgl. Audio Rekorder / Player Zubehör) und Video (DVD Rekorder / Player, Video Rekorder / Player Zubehör), die unter anderem für die Aufnahme, beispielsweise über ein Mikrofon, zuständig sind. Mehr auf die reine Wiedergabe konzentrieren sich dagegen Geräte und Softwareprodukte aus der Kategorie Multimedia Player.
Wieder im Kommen sind Tuner, wie etwa die DVB-T Geräte, bestehend aus einer TV-/Radio-Antenne und einem DVB-T-Empfänger als Hi-Speed USB Übertrager. Nicht zu vergessen ist die umfangreiche Palette der VoIP Geräte für das Telefonieren übers Internet (vgl. Telekommunikation).
Die Tonausgabe übernehmen entweder Lautsprecher oder Kopfhörer, wobei es Kopfhörer für den Computer immer häufiger als so genanntes Headset gibt. Dabei bilden zwei Ohrstöpsel und ein Mikrofon eine Einheit und erlauben die Kommunikation mit und über den Computer. Bei den Lautsprechern haben sich im PC-Bereich aktive Sets von zwei (Stereo) bis acht (7.1 Sound) Einzelsystemen durchgesetzt. Zu beachten ist, dass PCs und Notebooks von Haus aus keine Endstufen bzw. Hauptverstärker haben. Für Kopfhörer reicht die Energieausgabe in der Regel, allerdings kann der geringe Stromfluss keine Lautsprechermagneten antreiben. Gerade aus diesem Grund hat sich die 2.1 bis 7.1 Technik durchsetzen können. In dem .1 verbirgt sich der Tiefbass, der unterhalb von rund 125 bis 250 Hz die Signale aller Kanäle erhält. Dafür ist auch die Bezeichnung Tiefpass gebräuchlich. Danach passieren die tiefen Töne einen Filter (Frequenzweiche) und landen bei der Bassbox. Für die höheren Frequenzen (ca. 200 bis 20.000 Hz) reichen sehr kompakte Satellitenboxen. Der Subwoofer jedoch benötigt, soll er kraftvoll klingen, Lautsprecher mit großen Magneten und entsprechend groß dimensionierte Endstufen. Im Subwoofergehäuse kann man dann auch gleich die USV / Stromversorgung unterbringen. Gespart werden sollte auch bei diesen digitalen Mehrkanalanlagen nicht an der Qualität der Kabel oder anderen Produkten der Rubrik Audio Zubehör.