Arbeitsspeicher
Der Arbeitsspeicher ist sozusagen das aktuelle Gedächtnis eines Computers, das im wesentlich der Festplatte ähnelt. Allerdings gibt es zwei entscheidende Unterschiede: Der Arbeitsspeicher ist in Sachen Zugriffszeiten deutlich schneller, er kann aber bei Stromausfall seine Daten nicht sichern. Wer die Personal Computer noch aus den Anfangstagen kennt, weiß, wie umständlich die Arbeit am PC ist, wenn wegen mangelnder Festplatte vor der Anwendung die Software in den Arbeitsspeicher geladen werden muss.
Die Schnelligkeit und damit auch die Alltagstauglichkeit eines Computers wird wesentlich von der ausreichenden Größe des Arbeitsspeichers mitgetragen. Daher kann der allgemeine User davon kaum genug bekommen. Zu den häufigsten Nachrüstungen eines PCs gehört die Aufrüstung mit Speicherchips.
Glücklicherweise ist dieser Vorgang auch einer der einfachsten Hardware – Erweiterungen innerhalb des PCs. Öffnet der Anwender den Desktop-PC (natürlich ist dazu der PC heruntergefahren und vom Netz genommen), findet er meist nach kurzer Suche auf der Hauptplatine ein oder mehrere eingesteckte Speicherriegel (neben leeren Chipaufnahmen), auf denen zahlreiche Chips aufgelötet sind. Nun löst der User die Sicherheitsklammmern, zieht den vorhandenen Streifen vorsichtig heraus (Berührung der Platinenleitungen vermeiden) und entnimmt der Aufschrift die wichtigsten Daten (zum Beispiel DDR RAM, 128 MB).
Eine preiswerte Aufrüstung mit einem zweiten gleich großen Speicherriegel erzielt in der Regel eine deutliche Verbesserung der Geschwindigkeit. Wurde allerdings ein höherwertiges Betriebssystem installiert oder soll nun mit mehr Aufwand gespielt werden, so ist häufig der Austausch eines kleinen Chipstreifens mit 64 oder 128 MB gegen zwei oder gar drei größere (512 MB, 1024 MB, 2048 MB oder gar 4096 MB) Arbeitsspeicher sinnvoll.